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	<title>Comments on: Meinung verloren im Meinungspluralismus?</title>
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	<description>Ein Prost auf die Erkenntnis!</description>
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		<title>By: Peter Monnerjahn</title>
		<link>http://www.kneipenlog.de/meinung-verloren-im-meinungspluralismus/#comment-1054</link>
		<dc:creator><![CDATA[Peter Monnerjahn]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 May 2015 01:36:29 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich habe da zum Thema „Meinung im Journalismus“ mal was aufgeschrieben: &lt;a href=&quot;http://www.bildungsbasar.de/2015/05/journalismus-in-einer-offenen-gesellschaft/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Journalismus in einer offenen Gesellschaft&lt;/a&gt;. Darüber, was es mit „Meinung“ und „Haltung“ auf sich hat,  und wie Objektivität im Journalismus geht – wenn man sie vernünftig definiert.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe da zum Thema „Meinung im Journalismus“ mal was aufgeschrieben: <a href="http://www.bildungsbasar.de/2015/05/journalismus-in-einer-offenen-gesellschaft/" rel="nofollow">Journalismus in einer offenen Gesellschaft</a>. Darüber, was es mit „Meinung“ und „Haltung“ auf sich hat,  und wie Objektivität im Journalismus geht – wenn man sie vernünftig definiert.</p>
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		<title>By: Erbloggtes</title>
		<link>http://www.kneipenlog.de/meinung-verloren-im-meinungspluralismus/#comment-1019</link>
		<dc:creator><![CDATA[Erbloggtes]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 2015 11:25:34 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Vor drei Jahren gab es darum schonmal sowas wie eine Debatte:
Rudolf Stumberger: &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/tp/artikel/36/36575/1.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Plebejer müssen draußen bleiben. Studie weist hohe soziale Auslese bei Journalistenschulen nach&lt;/a&gt;. In: Telepolis, 21.03.2012.
Dort wurde die Gefahr für eine &quot;kompensatorische, anwaltschaftliche Berichterstattung&quot; beschworen. Dagegen ist man im Blog der Deutschen Journalistenschule sicher: Wenn 40 % der Journalistenschüler befragt wurden und keiner Arbeiterkind war, dann &quot;könnten also 60 Prozent der Schüler Arbeiterkinder sein&quot;, und wenn nicht, dann sind die doch selbst schuld. Freispruch!
Max Muth: &lt;a href=&quot;http://unter3.net/blog/2012/03/23/eine-klasse-fur-sich-soziale-auslese-an-journalistenschulen/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Eine Klasse für sich. Soziale Auslese an Journalistenschulen?&lt;/a&gt; In: Unter3, 23.03 2012.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vor drei Jahren gab es darum schonmal sowas wie eine Debatte:<br />
Rudolf Stumberger: <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36575/1.html" rel="nofollow">Plebejer müssen draußen bleiben. Studie weist hohe soziale Auslese bei Journalistenschulen nach</a>. In: Telepolis, 21.03.2012.<br />
Dort wurde die Gefahr für eine &#8220;kompensatorische, anwaltschaftliche Berichterstattung&#8221; beschworen. Dagegen ist man im Blog der Deutschen Journalistenschule sicher: Wenn 40 % der Journalistenschüler befragt wurden und keiner Arbeiterkind war, dann &#8220;könnten also 60 Prozent der Schüler Arbeiterkinder sein&#8221;, und wenn nicht, dann sind die doch selbst schuld. Freispruch!<br />
Max Muth: <a href="http://unter3.net/blog/2012/03/23/eine-klasse-fur-sich-soziale-auslese-an-journalistenschulen/" rel="nofollow">Eine Klasse für sich. Soziale Auslese an Journalistenschulen?</a> In: Unter3, 23.03 2012.</p>
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		<title>By: vera bunse</title>
		<link>http://www.kneipenlog.de/meinung-verloren-im-meinungspluralismus/#comment-1018</link>
		<dc:creator><![CDATA[vera bunse]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 2015 09:03:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Noch einer: Die Meschen haben Angst vor der mit unglaublicher Geschwindigkeit zunehmenden Komplexität. Es ist nur zu verständlich, dass sie die Bestätigung der eigenen Ansichten als Versicherung gegen die eigenen Ängste der Beschäftigung mit komplizierten Sachverhalten vorziehen. Das war immer so, nur war es nie so auffällig. 

Das Problem ist das Fehlen der übergreifenden gesellschaftlichen Diskussion, die in der Zerfaserung der Diskurse in unzählige Mikrokanäle verloren ging. Die Folge ist die breite Zustimmung zu kleinsten gemeinsamen Nennern, wie etwa Pegida -- auf &#039;Lügenpresse&#039; können sich &quot;alle&quot; einigen, obwohl jeder etwas anderes damit meint. Die Behauptung ist damit an die Stelle der gesicherten Tatsache getreten und wird als Wahrheit verbreitet.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Noch einer: Die Meschen haben Angst vor der mit unglaublicher Geschwindigkeit zunehmenden Komplexität. Es ist nur zu verständlich, dass sie die Bestätigung der eigenen Ansichten als Versicherung gegen die eigenen Ängste der Beschäftigung mit komplizierten Sachverhalten vorziehen. Das war immer so, nur war es nie so auffällig. </p>
<p>Das Problem ist das Fehlen der übergreifenden gesellschaftlichen Diskussion, die in der Zerfaserung der Diskurse in unzählige Mikrokanäle verloren ging. Die Folge ist die breite Zustimmung zu kleinsten gemeinsamen Nennern, wie etwa Pegida &#8212; auf &#8216;Lügenpresse&#8217; können sich &#8220;alle&#8221; einigen, obwohl jeder etwas anderes damit meint. Die Behauptung ist damit an die Stelle der gesicherten Tatsache getreten und wird als Wahrheit verbreitet.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>By: Erbloggtes</title>
		<link>http://www.kneipenlog.de/meinung-verloren-im-meinungspluralismus/#comment-1016</link>
		<dc:creator><![CDATA[Erbloggtes]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 2015 00:07:03 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Stephan Russ-Mohl gestern in der NZZ:
&lt;blockquote&gt;&lt;a href=&quot;http://www.nzz.ch/feuilleton/medien/die-heikle-naehe-von-leitmedien-zur-elite-1.18489317&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Es sind ja nicht nur Pegida-Demonstranten, die «Lügenpresse» skandieren.&lt;/a&gt;&lt;/blockquote&gt;

Das ist ein guter Erklärungsansatz, Lars. Wenn ich mich recht entsinne, wird dieses Erklärungsmodell in Uwe Krügers Dissertation als Wert-Homophilie bezeichnet, die bereits durch die Rekrutierungsbedingungen vorab hergestellt werde (im Gegensatz zu Wert-Homophilie, die nachträglich im Beruf, z.B. durch ständigen Lobbykontakt, erzeugt würde).

Zuerst wollte ich erwidern, dass dieses Modell zur Erklärung nicht ausreiche, weil es dem Journalismus erst seit 2001 rapide schlechter gehe und die heutigen Entscheider doch schon zuvor rekrutiert worden seien. Doch dann habe ich mal überlegt und nachgesehen:

Zum Beispiel Cordt Schnibben, Jahrgang 1952, gehört zu den ältesten Alpha-Journalisten und den jüngsten Alt-68ern (als Schüler) samt roter Phase, konnte erst Mitte der 1980er im Journalismus landen. Heribert Prantl, Jahrgang 1953, stieg erst 1988 in den Journalismus ein. Leute wie Ines Pohl, Stefan Kornelius, Franziska Augstein, Jakob Augstein, Nikolaus Blome sind noch mindestens 10 Jahre jünger, journalistische Prägung erst in der Ära Kohl. Und dann fängt er auch schon an, der freie Fall der Auflagen: &lt;a href=&quot;http://www.bildblog.de/auflage/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Beispiel &quot;Bild&quot;&lt;/a&gt;.

Vielleicht sollten wir mal eine Suchaktion starten:
+++ GESUCHT: ALIVE +++
- Ostdeutsche Bauerntochter, die eine Entscheidungsposition in einem deutschen Leitmedium inne hat.
- Kind (mit mindestens zwei Geschwistern) eines ungelernten Arbeiters im Ruhrbergbau, heute Ressortleitung einer überregionalen Zeitung.
- Seemannsnachwuchs mit Abendschul-Abitur und Chefredakteursposten in einer Tageszeitung mit Auflage über 20.000.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Stephan Russ-Mohl gestern in der NZZ:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.nzz.ch/feuilleton/medien/die-heikle-naehe-von-leitmedien-zur-elite-1.18489317" rel="nofollow">Es sind ja nicht nur Pegida-Demonstranten, die «Lügenpresse» skandieren.</a></p></blockquote>
<p>Das ist ein guter Erklärungsansatz, Lars. Wenn ich mich recht entsinne, wird dieses Erklärungsmodell in Uwe Krügers Dissertation als Wert-Homophilie bezeichnet, die bereits durch die Rekrutierungsbedingungen vorab hergestellt werde (im Gegensatz zu Wert-Homophilie, die nachträglich im Beruf, z.B. durch ständigen Lobbykontakt, erzeugt würde).</p>
<p>Zuerst wollte ich erwidern, dass dieses Modell zur Erklärung nicht ausreiche, weil es dem Journalismus erst seit 2001 rapide schlechter gehe und die heutigen Entscheider doch schon zuvor rekrutiert worden seien. Doch dann habe ich mal überlegt und nachgesehen:</p>
<p>Zum Beispiel Cordt Schnibben, Jahrgang 1952, gehört zu den ältesten Alpha-Journalisten und den jüngsten Alt-68ern (als Schüler) samt roter Phase, konnte erst Mitte der 1980er im Journalismus landen. Heribert Prantl, Jahrgang 1953, stieg erst 1988 in den Journalismus ein. Leute wie Ines Pohl, Stefan Kornelius, Franziska Augstein, Jakob Augstein, Nikolaus Blome sind noch mindestens 10 Jahre jünger, journalistische Prägung erst in der Ära Kohl. Und dann fängt er auch schon an, der freie Fall der Auflagen: <a href="http://www.bildblog.de/auflage/" rel="nofollow">Beispiel &#8220;Bild&#8221;</a>.</p>
<p>Vielleicht sollten wir mal eine Suchaktion starten:<br />
+++ GESUCHT: ALIVE +++<br />
- Ostdeutsche Bauerntochter, die eine Entscheidungsposition in einem deutschen Leitmedium inne hat.<br />
- Kind (mit mindestens zwei Geschwistern) eines ungelernten Arbeiters im Ruhrbergbau, heute Ressortleitung einer überregionalen Zeitung.<br />
- Seemannsnachwuchs mit Abendschul-Abitur und Chefredakteursposten in einer Tageszeitung mit Auflage über 20.000.</p>
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	<item>
		<title>By: Lars Fischer</title>
		<link>http://www.kneipenlog.de/meinung-verloren-im-meinungspluralismus/#comment-1015</link>
		<dc:creator><![CDATA[Lars Fischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2015 22:34:17 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Als Vertreter der Wahrheitspresse muss ich hier (ich weiß, ich hätt mitdiskutieren sollen) auf ein strukturelles Problem hinweisen, das die Meinungsvielfalt ganz grundsätzlich einschränkt. Je schlechter es dem Journalismus geht, desto stärker ist die soziale auswahl. Das scheint mir das zentrale Problem zu sein, denn wer nicht mal eben Reserven hat, um zwei Jahre Praktikantenvergütung zu überstehen, ist raus. Der deutsche Journalismus ist letztendlich der Journalismus jener Schicht, die einerseits dafür das Geld hat und andererseits auch den ideologischen Hintergrund, das auf sich zu nehmen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Als Vertreter der Wahrheitspresse muss ich hier (ich weiß, ich hätt mitdiskutieren sollen) auf ein strukturelles Problem hinweisen, das die Meinungsvielfalt ganz grundsätzlich einschränkt. Je schlechter es dem Journalismus geht, desto stärker ist die soziale auswahl. Das scheint mir das zentrale Problem zu sein, denn wer nicht mal eben Reserven hat, um zwei Jahre Praktikantenvergütung zu überstehen, ist raus. Der deutsche Journalismus ist letztendlich der Journalismus jener Schicht, die einerseits dafür das Geld hat und andererseits auch den ideologischen Hintergrund, das auf sich zu nehmen.</p>
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