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	<title>Comments on: Kannste Abschreiben</title>
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	<description>Ein Prost auf die Erkenntnis!</description>
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		<title>By: Erbloggtes</title>
		<link>http://www.kneipenlog.de/kannste-abschreiben/#comment-216</link>
		<dc:creator><![CDATA[Erbloggtes]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Feb 2013 03:34:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich halte es für eine Fehleinschätzung, dass &quot;die Plagiatsjäger eben unsympathisch&quot; wirken. Das ist nicht einfach so und unmittelbar so. Die Menschen sind da gespalten. Bei Guttenberg sah das nochmal ganz anders aus als heute. Dabei ist die Sachlage tatsächlich keine so andere. Schavan hat bloß die Wissenschaft und die Öffentlichkeit Jahrzehnte länger belogen und betrogen. Nachdem die Institution Universität in diesem Fall bewiesen hat, dass sie in der Lage ist, gegen Widerstände die sachlich richtige Entscheidung zu treffen, setze ich darauf, dass die Institution Gericht dazu ebenfalls in der Lage ist.
Zum Kern des Rechtsstaats gehört es, dass jemand nicht mehr Recht bekommt, weil er oder sie besonders fromm ist oder besonders berühmt oder besonders gut vernetzt. Das wird sich hier zeigen müssen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich halte es für eine Fehleinschätzung, dass &#8220;die Plagiatsjäger eben unsympathisch&#8221; wirken. Das ist nicht einfach so und unmittelbar so. Die Menschen sind da gespalten. Bei Guttenberg sah das nochmal ganz anders aus als heute. Dabei ist die Sachlage tatsächlich keine so andere. Schavan hat bloß die Wissenschaft und die Öffentlichkeit Jahrzehnte länger belogen und betrogen. Nachdem die Institution Universität in diesem Fall bewiesen hat, dass sie in der Lage ist, gegen Widerstände die sachlich richtige Entscheidung zu treffen, setze ich darauf, dass die Institution Gericht dazu ebenfalls in der Lage ist.<br />
Zum Kern des Rechtsstaats gehört es, dass jemand nicht mehr Recht bekommt, weil er oder sie besonders fromm ist oder besonders berühmt oder besonders gut vernetzt. Das wird sich hier zeigen müssen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: @mschfr</title>
		<link>http://www.kneipenlog.de/kannste-abschreiben/#comment-215</link>
		<dc:creator><![CDATA[@mschfr]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Feb 2013 01:41:56 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich behaupte jetzt mal, dass das Problem ist, dass sich jeder irgendwie mit Schavan identifizieren kann. Ich habe etwa damals in der Schule auch gerne Hausarbeiten aus dem Internet kopiert. Witze klauen und auf Facebook als die eigenen ausgeben ist Volkssport. Und so weiter. Wissenschaftliches Arbeiten muss man eben lernen. Und gerade weil sich jeder/viele mit dem Plagiator identifizieren können, wirken die Plagiatsjäger eben unsympathisch.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich behaupte jetzt mal, dass das Problem ist, dass sich jeder irgendwie mit Schavan identifizieren kann. Ich habe etwa damals in der Schule auch gerne Hausarbeiten aus dem Internet kopiert. Witze klauen und auf Facebook als die eigenen ausgeben ist Volkssport. Und so weiter. Wissenschaftliches Arbeiten muss man eben lernen. Und gerade weil sich jeder/viele mit dem Plagiator identifizieren können, wirken die Plagiatsjäger eben unsympathisch.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Erbloggtes</title>
		<link>http://www.kneipenlog.de/kannste-abschreiben/#comment-214</link>
		<dc:creator><![CDATA[Erbloggtes]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Feb 2013 00:56:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das wird nochmal ganz spannend werden, wenn die Schavan wirklich in Ulm für den Bundestag kandidiert. 2009 wurde gewählt &#039;Prof. Dr. Annette Schavan, Bundesbildungsministerin&#039;: 42,8%. Für die anderen Parteien erscheint es (wenn sie sich zusammenreißen) gut machbar, einen Wahlkampf zu machen, in dem &#039;Annette Schavan, Abiturientin, nicht berufstätig&#039; nicht die relative Mehrheit der Erststimmen erhält. Über Zweitstimmen zieht in Baden-Württemberg niemand von der CDU in den Bundestag ein.

Soviel zum Thema Doktor als Grundbedingung für eine ganze Reihe hoher Positionen. Zur Verjährung möchte ich zwei Aspekte erwähnen:
1. Wissenschaft verjährt nicht. Wissenschaftliche Publikationen, die durch wissenschaftliches Fehlverhalten zustande gekommen sind, müssen zurückgezogen werden und werden auch - leider in hoher Zahl - zurückgezogen.[&lt;a href=&quot;http://curt-rice.com/2013/02/06/why-you-cant-trust-research-3-problems-with-the-quality-of-science/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;1&lt;/a&gt;] Egal wie lange das her ist. Man denke nur an gefälschte medizinische Studien, die auch nach Jahrzehnten noch Schaden anrichten können.
2. Straftaten verjähren nicht in dem Sinne, dass die Straftat nicht stattgefunden hat, sondern in dem Sinne, dass der Staat ihre Verfolgung nicht mehr betreibt. Annette Schavan hat höchstwahrscheinlich eine falsche Versicherung an Eides statt abgegeben, die in § 156 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bedroht ist. Das ist wahrscheinlich 1983 verjährt. Deshalb wird die deutsche Justiz in dieser Sache kein Verfahren gegen sie einleiten.
Diese beiden Punkte werden häufig vermischt.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das wird nochmal ganz spannend werden, wenn die Schavan wirklich in Ulm für den Bundestag kandidiert. 2009 wurde gewählt &#8216;Prof. Dr. Annette Schavan, Bundesbildungsministerin&#8217;: 42,8%. Für die anderen Parteien erscheint es (wenn sie sich zusammenreißen) gut machbar, einen Wahlkampf zu machen, in dem &#8216;Annette Schavan, Abiturientin, nicht berufstätig&#8217; nicht die relative Mehrheit der Erststimmen erhält. Über Zweitstimmen zieht in Baden-Württemberg niemand von der CDU in den Bundestag ein.</p>
<p>Soviel zum Thema Doktor als Grundbedingung für eine ganze Reihe hoher Positionen. Zur Verjährung möchte ich zwei Aspekte erwähnen:<br />
1. Wissenschaft verjährt nicht. Wissenschaftliche Publikationen, die durch wissenschaftliches Fehlverhalten zustande gekommen sind, müssen zurückgezogen werden und werden auch &#8211; leider in hoher Zahl &#8211; zurückgezogen.[<a href="http://curt-rice.com/2013/02/06/why-you-cant-trust-research-3-problems-with-the-quality-of-science/" rel="nofollow">1</a>] Egal wie lange das her ist. Man denke nur an gefälschte medizinische Studien, die auch nach Jahrzehnten noch Schaden anrichten können.<br />
2. Straftaten verjähren nicht in dem Sinne, dass die Straftat nicht stattgefunden hat, sondern in dem Sinne, dass der Staat ihre Verfolgung nicht mehr betreibt. Annette Schavan hat höchstwahrscheinlich eine falsche Versicherung an Eides statt abgegeben, die in § 156 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bedroht ist. Das ist wahrscheinlich 1983 verjährt. Deshalb wird die deutsche Justiz in dieser Sache kein Verfahren gegen sie einleiten.<br />
Diese beiden Punkte werden häufig vermischt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: fischblog</title>
		<link>http://www.kneipenlog.de/kannste-abschreiben/#comment-209</link>
		<dc:creator><![CDATA[fischblog]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Feb 2013 19:35:01 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich sehe bei dem 30-Jahre-her-Argument ein großes Problem, und zwar den Stellenwert des Doktors. Der Titel hat ja nun (leider) seine gesellschaftliche Rolle als Quasi-Grundbedingung für eine ganze Reihe hoher Positionen, und die ebbt auch nach Jahrzehnten nicht ab.

Und da sehe ich schlicht nicht ein, dass man zwar einerseits zwar noch ein halbes Leben später ganz selbstverständlich die Früchte der Mühe erntet - aber wenn es dann ein Problem gibt, dann ist das plötzlich ach so lange her, und das spielt doch jetzt keine Rolle mehr. So geht das nicht!]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sehe bei dem 30-Jahre-her-Argument ein großes Problem, und zwar den Stellenwert des Doktors. Der Titel hat ja nun (leider) seine gesellschaftliche Rolle als Quasi-Grundbedingung für eine ganze Reihe hoher Positionen, und die ebbt auch nach Jahrzehnten nicht ab.</p>
<p>Und da sehe ich schlicht nicht ein, dass man zwar einerseits zwar noch ein halbes Leben später ganz selbstverständlich die Früchte der Mühe erntet &#8211; aber wenn es dann ein Problem gibt, dann ist das plötzlich ach so lange her, und das spielt doch jetzt keine Rolle mehr. So geht das nicht!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Joachim</title>
		<link>http://www.kneipenlog.de/kannste-abschreiben/#comment-208</link>
		<dc:creator><![CDATA[Joachim]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Feb 2013 19:27:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ja, diese &quot;Nebenfunktion&quot; des akademischen Grades scheint mir auch eine Erklärung zu sein, warum Leute die Aberkennung des Titels als Strafe sehen und meinen, nach 30 Jahren müsse es da eine Verjährung geben. Aber Tatsache ist doch, dass so ein erschwindelter Titel nie zu Recht geführt wurde. Deshalb ist Aberkennung nur eine logische Folge des aufgedeckten Betrugs. Eine Strafe wird daraus nur, weil auch die mit dem Titel verbundenen Privilegien wegfallen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, diese &#8220;Nebenfunktion&#8221; des akademischen Grades scheint mir auch eine Erklärung zu sein, warum Leute die Aberkennung des Titels als Strafe sehen und meinen, nach 30 Jahren müsse es da eine Verjährung geben. Aber Tatsache ist doch, dass so ein erschwindelter Titel nie zu Recht geführt wurde. Deshalb ist Aberkennung nur eine logische Folge des aufgedeckten Betrugs. Eine Strafe wird daraus nur, weil auch die mit dem Titel verbundenen Privilegien wegfallen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: hardy</title>
		<link>http://www.kneipenlog.de/kannste-abschreiben/#comment-206</link>
		<dc:creator><![CDATA[hardy]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Feb 2013 17:07:49 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[im grunde würde ich ja eigentlich nach der langen zeit zur milde neigen, kann mit treibjagden grundsätzlich nichts anfangen und tue mir schwer bei so einem schwurbelthema wie dem ihrer promotion überhaupt den pudding an die wand zu nageln ...

aber ich erinnere mich an eine sequenz, in der die merkelsche per sms den rückzugs des von und zu bekam, den kurzen aber erkennbar hämischen blickwechsel, das selbstgefällige auftreten vor und nachher, das lob für die uni bayreuth und all das.

mein lieblingssprichwort in solchen fragen &quot;wenn du einen feind hast, setz dich ans ufer eines flusses und warte, bis seine leiche vorüber treibt&quot;. 

ich glaube, ich sehe da oben was um die biegung kommen. sieht so aus, als zappele da noch was, aber den rest schnappen sich weiter unten die krokodile.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>im grunde würde ich ja eigentlich nach der langen zeit zur milde neigen, kann mit treibjagden grundsätzlich nichts anfangen und tue mir schwer bei so einem schwurbelthema wie dem ihrer promotion überhaupt den pudding an die wand zu nageln &#8230;</p>
<p>aber ich erinnere mich an eine sequenz, in der die merkelsche per sms den rückzugs des von und zu bekam, den kurzen aber erkennbar hämischen blickwechsel, das selbstgefällige auftreten vor und nachher, das lob für die uni bayreuth und all das.</p>
<p>mein lieblingssprichwort in solchen fragen &#8220;wenn du einen feind hast, setz dich ans ufer eines flusses und warte, bis seine leiche vorüber treibt&#8221;. </p>
<p>ich glaube, ich sehe da oben was um die biegung kommen. sieht so aus, als zappele da noch was, aber den rest schnappen sich weiter unten die krokodile.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Ludmila</title>
		<link>http://www.kneipenlog.de/kannste-abschreiben/#comment-205</link>
		<dc:creator><![CDATA[Ludmila]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Feb 2013 12:41:19 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das Grundproblem ist doch aber ein ganz anderes: Dass ein Dr vor dem Namen in Deutschland immer noch die Eintrittskarte für Führungsebenen in Politik und Wirtschaft ist. Weil die Leute sich einbilden, ein Dr wäre was tolles. Die zwei Buchstaben sind aber nicht das Tolle, sondern die Arbeit dahinter, für die es die zwei Buchstaben gab.

Mag der Dr ursprünglich mal ein Indiz gewesen sein, um besonders gut ausgebildete Leute zu erkennen, sind die zwei Buchstaben zu einem magischen körperlosen Wesen mutiert, das unabhängig von jeglicher Leistung existiert, weil wir als Gesellschaft uns vor diesem diesem magischen Wesen verneigen. Und jetzt sind wir erschrocken, weil auch dieser Kaiser manchmal nackt ist. Ja ne, wenn wundert es,  dass die Leute mit Karriereabsichten außerhalb der Forschung dann eben nur die Minmal-Anforderungen und manchmal nicht mal die für die Erlangung des Doktortitels erbringen? Wenn nachher niemand nach der Arbeit dahinter fragt?  Nur um eben die beiden magischen Buchstaben auf die Visiten-Karte drucken zu können. Das passiert, wenn ein System zweckentfremdet wird. Insofern begrüße ich den Vorschlag den Dr aus Anreden und vor allem aus allen Ausweisen zu streichen. 

Der größte Witz ist ja, dass echte arbeitende Akademiker - zumindest in den Naturwissenschaften-, die den Doktor wirklich brauchen, nach der Doktorprüfung kaum je mit Dr. angesprochen werden. Weil da immer die gerade erbrachte Leistung zählt und nicht das, was mensch so für den Doktor gemacht hat.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Grundproblem ist doch aber ein ganz anderes: Dass ein Dr vor dem Namen in Deutschland immer noch die Eintrittskarte für Führungsebenen in Politik und Wirtschaft ist. Weil die Leute sich einbilden, ein Dr wäre was tolles. Die zwei Buchstaben sind aber nicht das Tolle, sondern die Arbeit dahinter, für die es die zwei Buchstaben gab.</p>
<p>Mag der Dr ursprünglich mal ein Indiz gewesen sein, um besonders gut ausgebildete Leute zu erkennen, sind die zwei Buchstaben zu einem magischen körperlosen Wesen mutiert, das unabhängig von jeglicher Leistung existiert, weil wir als Gesellschaft uns vor diesem diesem magischen Wesen verneigen. Und jetzt sind wir erschrocken, weil auch dieser Kaiser manchmal nackt ist. Ja ne, wenn wundert es,  dass die Leute mit Karriereabsichten außerhalb der Forschung dann eben nur die Minmal-Anforderungen und manchmal nicht mal die für die Erlangung des Doktortitels erbringen? Wenn nachher niemand nach der Arbeit dahinter fragt?  Nur um eben die beiden magischen Buchstaben auf die Visiten-Karte drucken zu können. Das passiert, wenn ein System zweckentfremdet wird. Insofern begrüße ich den Vorschlag den Dr aus Anreden und vor allem aus allen Ausweisen zu streichen. </p>
<p>Der größte Witz ist ja, dass echte arbeitende Akademiker &#8211; zumindest in den Naturwissenschaften-, die den Doktor wirklich brauchen, nach der Doktorprüfung kaum je mit Dr. angesprochen werden. Weil da immer die gerade erbrachte Leistung zählt und nicht das, was mensch so für den Doktor gemacht hat.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: fischblog</title>
		<link>http://www.kneipenlog.de/kannste-abschreiben/#comment-204</link>
		<dc:creator><![CDATA[fischblog]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Feb 2013 10:29:57 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich glaube, das Problem mit der Berichterstattung ist vor allem, dass die Journalisten primär von ihrem Bauchgefühl über eine politische Fragestellung aus argumentieren. Die Aussage ist ja jedes mal, dass Schavan nicht wegen einer dreißig Jahre alten Geschichte zurücktreten müsse. Das ist das &quot;politische Bauchgefühl&quot;, nur dass diese Position bei näherer Betrachtung äußerst problematisch ist, weil auch ein dreißig Jahre alter Doktor heute keineswegs irrelevant ist, schon gar nicht bei einer Forschungsministerin. Deswegen können die Autoren halt nicht an der Sache argumentieren, sondern nur ablenken, vernebeln, kleinreden.

Es drängt sich natürlich auch der Gedanke auf, gerade Journalisten könnte die Vorstellung nicht behagen, dass man auch heute noch für Sachen gradestehen muss, die man vor Ewigkeiten geschrieben hat.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube, das Problem mit der Berichterstattung ist vor allem, dass die Journalisten primär von ihrem Bauchgefühl über eine politische Fragestellung aus argumentieren. Die Aussage ist ja jedes mal, dass Schavan nicht wegen einer dreißig Jahre alten Geschichte zurücktreten müsse. Das ist das &#8220;politische Bauchgefühl&#8221;, nur dass diese Position bei näherer Betrachtung äußerst problematisch ist, weil auch ein dreißig Jahre alter Doktor heute keineswegs irrelevant ist, schon gar nicht bei einer Forschungsministerin. Deswegen können die Autoren halt nicht an der Sache argumentieren, sondern nur ablenken, vernebeln, kleinreden.</p>
<p>Es drängt sich natürlich auch der Gedanke auf, gerade Journalisten könnte die Vorstellung nicht behagen, dass man auch heute noch für Sachen gradestehen muss, die man vor Ewigkeiten geschrieben hat.</p>
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